Curling Facts

CURLING DER FREIZEITSPASS, EIN SPORT FÜR ALLE!

Jedermann ob Frau oder Mann, ob jung oder alt, ob Familie oder Single, Curling ist ein idealer Sport für alle. Hier zählen nicht nur Taktik, Technik und Kondition, nein auch Spielfreude, Teamgeist und Kameradschaft stehen ganz oben.

Curling ist Hobby und Freizeitsport in einem, wir aber auch national und International auf höchstem Niveau gespielt. Entweder wird unter freiem Himmel meist vor traumhafter Kulisse oder in einer der zahlreichen Hallen gespielt. Wer sich gerne mit andern Freizeitsportlern messen möchte, dem stehen zahlreiche, gut organisierte nationale und internationale Turniere und auch Schweizer Meisterschaften offen.

Möchten Sie Curling selbst erleben? Benutzen Sie die Gelegenheit und schauen Sie einfach vorbei an den Tagen der offenen Türe, belegen Sie einen Einführungskurs oder klopfen Sie bei einem der Clubs an.

CURLING ALS LEISTUNGSSPORT

Nicht nur das Olympia-Goldteam 1998 von Patrick Hürlimann, sondern weitere Schweizer Curlerinnen und Curler gehören zur Weltspitze. Das beweisen unzählige Welt- und Europameistertitel der Eliteteams unserer Frauen, Männer und der Junioren und Juniorinnen.

Keyfaktoren für eine erfolgreiche Mannschaft sind Strategie, Taktik, Spieltechnik, Kondition und mentale Konzentrationsfähigkeit. die Top-Teams nehmen ein ganzjähriges Training mit physischen und psychischen Strapazen auf sich, um für Höchstleistungen in nationalen und internationalen Wettkämpfen optimal vorbereitet zu sein.

CURLING WIE GEHT DENN DAS?

Das Spielfeld

Curling spielt man auf einem Eisfeld mit einer Länge von 42.07 m und einer Breite von 4.28 m. Dieses Spielfeld nennen die Curler Rink. An jedem Ende des Rinks liegt das Haus. Es besteht aus drei Kreisflächen, das Zentrumslinie wird Tee-Line genannt. Dahinter liegen die Abspielplätze (Hacks), von wo aus die Steine abgegeben werden.

Das Eis
Curling wird auf verschiedenen Eisarten gespielt: Im Freien auf flachem Natureis aus mehreren Schichten. In der Halle auf Kunsteis, das auf seiner Oberfläche mit unzähligen kleinen gefrorenen Wassertröpfchen präpariert ist. Diese kleine Wassertröpfchen werden mittels spezieller Brause gleichmässig auf die Fläche verteilt. Diese spezielle Form der Eisbehandlung ergibt eine optimale Fläche für die konisch geschliffenen Granitsteine.

Der Stein
Dieser ist kreisförmig und aus Granit mit den Idealmassen: 19.96 kg, 91.44 cm Umfang und 11.43 cm Mindesthöhe. Der Stein liegt nicht flach auf dem Eis, sondern gleitet auf einem geschliffenen Kreis, analog der Unterseite eines Tellers. Durch diesen Schliff curlt der Stein, d.h. er dreht sich um seine senkrechte Achse. Diese Drehung erhält der Stein bei der Abgabe: Handle-in-turn (Uhrzeigersinn) und Handle-out-turn (Gegenuhrzeigersinn).

Die Besen
Gewischt wird mit Bürstenbesen; aber immer häufiger werden Besen mit Kunststoffkissen und –unterlagen verwendet.

Die Spieler
Vier SpielerInnen bilden ein Team:
Nr. 1 (Lead) eröffnet jedes Spiel und muss gute, richtige Längen, also einen sicheren Draw spielen können.
Von der Nr. 2 (Second) erwartet man sowohl Draws wie auch Take-Outs, d.h. etwas schnellere Steine, welche die Gegensteine entfernen sollen. Nr. 1 und 2 entscheiden über den Wischeinsatz mit dem Besen, müssen also Eis und Steingeschwindigkeit im Griff haben.
Nr. 3 (Vizeskip) ist ein eigentlicher Troubleshooter, der alles beherrschen sollte.
Der Skip (Nr.4) meistert in der Regel alle Situationen und ist strategisch, taktisch und spielerisch in der Lage, ein Spiel jederzeit unter Kontrolle zu behalten. Der Skip ist der Chef im Rink und bestimmt die Taktik eines Spiels.

Wichtig: Der beste Skip der Welt hat keine Chance ohne einen guten Lead, der die Voraussetzungen zum Sieg schafft und die Steine richtig wischt; ohne einen Second, der die Vorteile ausbaut oder ein Missgeschick ausbügelt und, ebenso wie der Lead, die entscheidenden Steine mit letzter Kraft zum Bestimmungsort wischt; ohne die Nr. 3, die ihm mit Rat und Tat beisteht und die Kohlen aus dem Feuer holt, damit er selbst (Skip) am Schluss möglichst einfache Aufgaben zu erfüllen hat. Es müssen vier Spieler sein, die durch dick und dünn gehen, denn einer alleine kann nicht gewinnen

Das Spiel
Dieses wird über acht oder zehn Ends (Durchgänge) gespielt. Es dauert rund zwei Stunden. Pro End spielt jedes der vier Teammitglieder zwei Steine, also insgesamt acht Steine pro End.

Das Ziel
Im Curling besteht das Ziel darin, möglichst viele eigene Steine so nahe wie möglich beim Zentrum zu platzieren, resp. zu verhindern, dass dies dem Gegner gelingt. Gezählt werden die Steine, die im Haus liegen oder den äusseren Kreis berühren. Zählbare Steine (Punkte) erhält nur eines der beiden Teams, nämlich jenes, das einen oder mehrere Steine am nächsten beim Zentrum liegen hat.

Die Ausrüstung
Zum Curlingspielen braucht es wenig, denn Steine und Besen werden von Clubs, Hallen und Open-air-Rinks zur Verfügung gestellt. Die zwingend notwendigen Anschaffungen beschränken sich daher auf Curlingschuhe mit Antislider, Handschuhe, Curlinghose und einen bequemen warmen Pullover.

Einfache Erklärung von Curling (englisch):

DIE GESCHICHTE DES CURLINGS

Erstmals wurde Curling im 16. Jahrhundert erwähnt. Die ersten Steinfunde stammen aus Schottland und es gilt deshalb als Ursprungsland. Lange war das Spiel der Oberklasse vorbehalten, was heute ganz klar nicht mehr der Fall ist.

Im 18. Jahrhundert kannte Schottland bereits 42 Curling-Clubs. Und 1838 wurde in Edinburgh der Grand National Curling Club gegründet, der heute Royal Caledonian Curling Club heisst und als eigentlicher Mutterclub aller Curlingclubs der Welt bezeichnet wird.
In St. Moritz spielte man schon 1898 Curling und der erste gedeckte Eisrink stand 1913 in Engelberg. 1942 wurde in Bern der Schweizerische Curling-Verband gegründet.

Rund um den Erdball ist Curling populär geworden und hat sich zum Breitensport entwickelt. Warum? Weil jedermann, egal welchen Geschlechts oder Alters, Curling spielen kann. Viele Junge kommen auf diesen Sport, weil sich Curling abgrenzt vom üblichen Fussball, Eishockey usw. also etwas Besonderes ist.


Weiterführende Links:

Curling – eine detaillierte Einführung

Curling Glossar